Vintage Möbel und Shabby Chic

Used Look, Vintage Optik und Shabby Chic sind nicht nur modern sondern entstammen einem Einrichtungsstil mit einer längeren Geschichte.
Der Shabby Chic-Stil entstand vor mehr als 30 Jahren in England. Er besteht aus einer gewollten Mischung von Erb- und Flohmarktmöbeln mit Doityourself-Einrichtungsgegenständen. Die bevorzugten Farben sind helle, pastellige Naturtöne. Das verwendete Mobiliar darf und soll deutliche Gebrauchsspuren, wie abgeplatze und abgeblätterte Lackstellen oder durchscheinende zweite Farbschichten  tragen. Daher der Name Shabby Chic, auf Deutsch schäbiger Schick. Inzwischen werden Möbel dieser Stilrichtung kaum noch in kleinen Manufakturen hergestellt, wie bei Rapuze Möbel, sondern in großen Gewerbebetrieben als Massenware. Neben der Produktion von Shabby Chic Möbeln gibt es längst eine ganze Industrie die Wohnaccessiores und Kleidung im Shabby-Style herstellt.

Landed Gentry: Die Einrichtung des verarmten Adels diente als Vorbild.

In den 80er Jahren des letzten Jahrhundert entwickelte sich in Großbritannien der Shabby Chic-Stil. In seiner Ästhetik greift er Stilememente auf, die man auf den großen uralten Landsitzen des ärmeren Adels finden konnte. Dabei war der Shabby-Stil zunächst eine Gegenbewegung gegen die spießige englische Mittelschicht, die sich, wenn sie zu Geld kam, mit Möbeln im opulenten, schnörkeligen, viktorianischen Stil einrichtete.
Ende der 80er Jahre erreichte der Shabby Chic Stil Amerika. Die englische Stylistin Rachel Ashwell importierte ihn quasi in die USA. 1989 eröffnete sie ihren ersten Laden in Santa Monica, wo sie mir Flohmarktmöbeln handelte.
Rachel Ashwell konnte ihr Geschäft äusserst erfolgreich ausbauen und besitzt heute ein Firmenkonsortium, das nicht nur Möbel sondern auch Kleidung im Used Look gewinnbringend vertreibt. Das Signum Shabby Chic ließ sich als konsequente Geschäftsfrau gleich mit patentieren.

Rachel Ashwell

Rachel Ashwell

Bild: http://www.rylandpeters.com/media/wysiwyg/2013/10/RA.jpg

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